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Erste Hellenische Republik (1822- 1832)


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Vorläufige Verwaltung von Hellas(1822–1828)
Προσωρινὴ Διοίκησις τῆς Ἑλλάδος (griech.)

Hellenischer Staat (Politeia)(1828–1832)
Ἑλληνικὴ Πολιτεία(griech.)
Hellenische Flagge Siegel des Hellenischen Staates
Flagge Siegel
Ottoman flag.svg Navigation State Flag of Greece (1863-1924 and 1935-1970).svg
Hauptstadt Nafplio
Staatsform Republik
Regierungssystem präsidentiell[1]
Staatsoberhaupt
(Titel: Gouverneur, gr. Κυβερνήτης)
Ioannis Kapodistrias (1828-1831)
Augustinos Kapodistrias (1831-1832)
Staatsreligion orthodox
Fläche
1828
47.516 km² [2]
Einwohnerzahl
1828
753.400 [2]
Bevölkerungsdichte
1828
15,9 Einwohner pro km²
Währung Phönix (1 Phönix = 100 Lepta)
Karte
Greece1830DE.png

Als Erste Hellenische Republik (griechisch Αʹ Ελληνική Δημοκρατία) wird die erste Staatsform Griechenlands in der Neuzeit bezeichnet. Hellenische Republik wird dabei als historiographischer Term, äquivalent zur offiziellen Staatsbezeichnung Hellenischer Staat bzw. Hellenische Politeía (griechisch Πολιτεία, lateinisch Res publica) verwendet.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits kurz nach Beginn der Griechischen Revolution von 25. März 1821[3] wurden verschiedene regionale Regierungsräte gebildet, an deren Stelle Anfang 1822 die erste Nationalversammlung von Epidavros trat, die auch die erste Verfassung des modernen Griechenland verabschiedete und eine Regierung unter der Führung von Alexandros Mavrokordatos einsetzte. Die Regierung unter Mavrokordatos bezeichnete sich als Vorläufige Verwaltung von Griechenland. Griechenland erklärte sich am 15. Januar 1822 für unabhängig, wurde international aber noch nicht anerkannt.

Auf der dritten Nationalversammlung von Trizina 1827 wurde die Gründung des Hellenischen Staates beschlossen und Ioannis Kapodistrias für eine siebenjährige Amtszeit zum ersten Regenten und Staatsoberhaupt bestimmt. Er trug den Titel des Gouverneurs von Griechenland (griechisch Κυβερνήτης τῆς Ἑλλάδος), die Epoche seiner Regentschaft wird danach auch häufig als Gouvernement (griechisch Κυβερνεῖον) bezeichnet.

Ioannis Kapodistrias als Gouverneur von Griechenland (Lithographie von L. Nikiadis)

Um auf die gewaltigen militärischen Bedrohungen durch das Osmanische Reich und die zahlreichen humanitären und innenpolitischen Herausforderungen reagieren zu können, verlangte Kapodistrias kurz nach seiner Amtseinführung im Januar 1828 von der dritten Nationalversammlung vorübergehend die Verfassung außer Kraft zu setzen und ihn mit weitreichenden Vollmachten auszustatten, was ihm von der Nationalversammlung auch bewilligt wurde.

Beschluss zur Ernennung von Kapodistrias zum Gouverneur des erstmals so bezeichneten Hellenischen Staates

In die Zeit der Regentschaft von Kapodistrias fallen entscheidende militärische Siege gegen das Osmanische Reich und die internationale Anerkennung der Souverenität von Griechenland durch das Londoner Protokoll von 1830. Weitere Schritte zur Etablierung des griechischen Staatswesens waren die Einführung des Phönix als Währung Griechenlands 1828 und die Gründung der ersten Investitionsbank, Versicherungsgesellschaft und Offiziersschule.

Große Anstrengungen mussten auch zur Bewältigung der humanitären Folgen des Krieges unternommen werden, insbesondere zur Versorgung der zahlreichen Kriegswaisen und zur Bepflanzung der landwirtschaftlichen Nutzflächen, die von den Osmanen und insbesondere deren ägyptischen Vasallen unter Ibrahim Pascha systematisch zerstört worden waren.

Im Jahr 1829 fanden in Griechenland die ersten demokratischen Direktwahlen statt, wobei Kapodistrias gegen politische Widerstände durchsetzen konnte, dass alle Einwohner griechischer Herkunft wahlberechtig sein sollten und nicht etwa nur diejenigen, die Landbesitz vorweisen konnten. Aus der Wahl ging die vierte Nationalversammlung von Argos hervor, die das Handeln von Kapodistrias rückwirkend bestätigte und die Schaffung eines 27 köpfigen Senats (griechisch Γερουσία) beschloss, wobei der Gouverneur Kapodistrias jedoch der nächsten Nationalversammlung und nicht etwa dem Senat Rechenschaft schuldig sein sollte. [1]

Als Ioannis Kapodistrias am 27. September 1831 in Nafplio einem Mordanschlag von Konstantinos und Georgios Mavromichalis zum Opfer fiel, wurde kurzzeitig dessen Bruder Augustinos Kapodistrias zum Gouverneur ernannt.

Bald darauf schalteten sich jedoch die Signatarmächte der griechischen Unabhängigkeit Großbritannien, Frankreich und Russland ein, die die republikanischen Bestrebungen in Griechenland seit längerem kritisch verfolgt hatten und stets eine monarchistische Staatsform für Griechenland präferierten. Im Februar 1830 boten sie zunächst Leopold von Sachsen-Coburg und Gotha die griechische Krone an, der jedoch zu Gunsten der Krone Belgiens ablehnte. Im Jahre 1832 schlugen sie Otto von Wittelsbach vor. Das zweite Londoner Protokoll, das der Vater von Otto, König Ludwig von Bayern für Otto am 7. Mai 1832 unterschrieb und das von der griechischen Nationalversammlung am 8. August 1832 einstimmig angenommen wurde, ernannte Otto zum König von Griechenland. Vom Dezember 1832 an war Otto durch Italien auf dem Weg in sein neues Königreich. An Bord der britischen Fregatte Madagascar erreichte er am 6. Februar 1833 die damalige griechische Hauptstadt Nafplion.

Literatur[Bearbeiten]

  • Paparrigopoulos: Histoire de la civilisation hellénique Hachette et Cie, Paris 1878

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Beschlüsse der 4. Nationalversammlung (gr.) vom 6. August 1829
  2. a b Volkszählungen 1828 bis 2001. Nationale Statistikbehörde Griechenlands. 2001. Abgerufen am 6. Februar 2011.
  3. Anmerkung: In Griechenland wurde der gregorianische Kalender am 16. Februar 1923 (der zum 1. März wurde) eingeführt. Alle früheren Datumsangaben folgen (falls nicht anders gekennzeichnet) dem julianischen Kalender.